Einsam und dennoch glücklich?

Einsam in Einsam und dennoch glücklich?Manche Menschen brauchen immer Gesellschaft, ihnen fällt das Alleinsein unheimlich schwer. Sie langweilen sich schnell mit sich selbst. Andere hingegen genießen die Zeit mit sich allein, für sie bedeutet es Stress, sich ständig mit Menschen treffen zu müssen. Sie können sich stundenlang beschäftigen ohne eine andere Menschenseele. Aber warum ist das so? Warum brauchen die einen soziale Kontakte und die anderen nicht?

Der Mensch als Herdentier

Der Mensch gilt als Herdentier. Er lässt sein Denken und Handeln in der Gegenwart von anderen stark beeinflussen. Sein Handeln wäre anders, wenn er alleine wäre. Man kennt das Phänomen des Gruppenzwangs. In der Gruppe fühlt man sich stark und wird zu Dingen verleitet, oftmals sind es negative Handlungen, die man alleine niemals tun würde. Oftmals widerspricht es sogar den eigenen Wertvorstellungen. Aber woran liegt das? Ist es, weil man den anderen etwas beweisen muss, um dazuzugehören?

Intelligente Menschen haben weniger Freunde

Wer seine Zeit gern allein verbringt, gilt oft als Sonderling oder gar als Außenseiter. Laut einer Studie können sich intelligente Menschen eher mit sich selbst befassen und haben somit weniger Freunde. Die Forscher der Studie erklären es damit, dass die meisten soziale Kontakte brauchen, da auch unsere Vorfahren auf das Leben in Gruppen angewiesen waren. Sie brauchten sich gegenseitig, um zu überleben, beispielsweise bei der Jagd.

Heute ist das Gruppenleben weniger für das Überleben wichtig. Wir können ganz gut allein zurechtkommen. Dennoch steckt dieser Instinkt noch in vielen drin. Intelligente Menschen hingegen sollen sich besser an das heutige moderne Leben angepasst haben. Sie brauchen keine gute Vernetzung mit möglichst vielen anderen. Das heißt aber nicht, dass sie keine Freunde haben. Sie haben auch welche. Es sind zwar weniger, dafür sind die Freundschaften intensiver.

Es ist etwas fragwürdig, diese Menschen als besonders intelligent zu bezeichnen. Im Umkehrschluss würde es bedeuten, dass alle mit vielen sozialen Kontakten weniger intelligent wären. Sind es nicht eher verschiedene Lebenseinstellungen? Handelt es sich nicht eher um unterschiedliche Charaktereigenschaften, um eine Veranlagung?
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