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Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? – Mountainbiking im Harz

23 November 2015 von Gastartikel eines Kooperationspartners

Harz in Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? – Mountainbiking im HarzDie an Goethes Vierzeiler „Erinnerung“ angelehnte landläufige Redensart trifft, wie so häufig, auch hinsichtlich des Themas dieses Artikels voll ins Schwarze. Denn die absoluten Traumziele vieler Mountainbiker sind tatsächlich eher Länder wie die Schweiz, Österreich, Italien oder Frankreich. Dass allerdings das Gute auch mal vor der Haustür zu finden ist, fällt in Zeiten, in denen jeder nur um Extravaganz und die eigene Selbstdarstellung bemüht scheint, den wenigsten auf. Ein Geheimtipp sind hier die vielfältigen Mountainbike-Routen im höchsten Norddeutschen Gebirge, dem Harz. Darum handelt dieser Artikel.

Der oben erwähnte Vierzeiler Goethes ist ihm wohl nicht zufällig in den Sinn gekommen. Ganze drei Reisen unternahm der Dichter seiner Zeit in den Harz, wobei er ebenso oft den seither berühmten Brocken bestieg, erstmals am 10. Dezember 1777. Vor allem dieser Berg, der mit 1.141,2 Metern höchste Berg Norddeutschlands, hatte es ihm allem Anschein nach angetan, fand er doch in seinen Werken, insbesondere in dem Meisterwerk „Faust“, literarische Verewigung.

Und so ist den norddeutschen Mountainbikern ein wunderschönes Biking-Areal sprichwörtlich direkt vor die Füße gelegt worden. Es ist nah dran und doch so, als ob man irgendwo weit weg, an einem Ort weit abseits der gewohnten Landesgrenzen sich befände. Damit ist der Harz vor allem ein optimales Reiseziel für solche Mountainbiker, die schnell „mal eben“, eventuell nur für ein Wochenende, dem Alltag entfliehen und dennoch eine sagenhafte Kulisse mitsamt anspruchsvollen Routen erleben wollen. Denn bei häufigen Ausfahrten werden die heimischen Routen bekanntlich schnell langweilig. Bald kennt man jeden Winkel und jeden Stein und beginnt sich zu sehnen nach Abwechslung, atemberaubenden Landschaften und neuen, motivierenden Erlebnissen.

Mehrere Tausend Kilometer ausgewiesener Mountainbike-Routen gibt es im Harz. Diese differenzieren sich vor allem in sogenannte Bikeparks, Singletrails und größere Mountainbike-Events. Für jedes Fahrniveau und jeden Anspruch ist hier von leicht bis extrem alles dabei. Auch waghalsige Downhill-Strecken lassen sich im Harz durchaus finden. Die wohl bekanntesten und beliebtesten Strecken sind die der Volksbank Arena Harz. Es sind dies 74 Routen mit rund 2.200 Kilometern Länge und 59.000 Höhenmetern. Das Besondere dabei ist, dass Sie aus 31 verschiedenen Orten zwischen Goslar und Bad Lauterberg, Seesen und Blankenburg sowie Neustadt im Südharz an den Start gehen können. Dort finden Sie von einer Verleihstation bis hin zur gemütlichen Unterkunft alles, was Sie für einen gelungenen Mountainbike-Trip benötigen, schauen Sie etwa hier.

Ebenso beliebt sind die sieben sogenannten Bodetal-Routen, die nicht selten auch für etwaige Vergleiche mit den Alpen herhalten müssen. Was dagegen die Mountainbike-Events angeht, so ist der Harzer Mountainbike-Cup die größte Veranstaltung in der Region. Von April bis August finden in diesem Rahmen fünf Rennen in Bad Harzburg, Braunlage-Hohegeiß, Sülzhayn, Schierke sowie in Altenau statt. Damit sind auch alle drei Harzer Bundesländer Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt umfasst. Der Cup ist ferner nicht nur für die Norddeutschen, sondern ebenso für die Niederländer und Biker aus Skandinavien eine absolute Topveranstaltung.

Darüber hinaus gibt es im Harz fünf Bikeparks: Den Rosstrappendownhill in Thale, den Bikepark Braunlage, das Bike-Alpinum Schulenberg, den Bikepark Hahnenklee und den MSB-X-Trail in Sankt Andreasberg. Auch hier sind die Strecken in verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt. Am besten ist es, man informiert sich via Internet über die jeweiligen Details.

Schlussendlich bleibt natürlich jedem Interessenten und sehnsüchtigen Mountainbiker selbst überlassen, wo wie und wann er seine Tour bucht. Mithilfe des Internets ist es heutzutage keine große Kunst mehr, sich den Ausflug „auf eigene Faust“ zu Recht zu gestalten. Wer es hingegen unkomplizierter und/oder bequemer mag, der wird bei den unzähligen und attraktiven Kombi-Angeboten sicherlich auch fündig. Oft kann es aber eben auch reizvoll und erkenntnisreich sein, sich bloß eine Unterkunft zu mieten und dann auf „gut Glück“ sich die Routen direkt vor Ort auszusuchen. Schließlich wusste Goethe, als er zum ersten Mal den Brocken bestieg, auch noch nicht so Recht wo er entlang gehen sollte, denn ausgewiesene Routen zur Bergspitze gab es im Gegensatz zu heute damals noch nicht. Und wer weiß, vielleicht wäre ihm die Szene der Walpurgisnacht auf dem Brocken aus dem Faust auch gar nicht erst in den Sinn gekommen, hätte er sich einer bereits erkundeten, vorgefertigten Route bedient. Allerdings, so bleibt es letztlich festzuhalten, gilt im Harz das Wegegebot; Wildfahren ist von daher nicht erlaubt. Genug Unvorhersehbarkeiten gibt es aber dennoch, lassen Sie sich ruhig überraschen!

Der Beitrag wurde geschrieben am Montag, 23. November 2015 um 4:13 und befindet sich in der Kategorie Allgemein. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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