Gruppenzwang beeinflusst unser Handeln

Trend in Gruppenzwang beeinflusst unser HandelnHäufig habe ich das Gefühl, dass einer etwas macht und alle anderen müssen es sofort nachäffen. Das ist mir gerade in den letzten Tagen wieder bewusst geworden, als sich alle eine neue Social-Media-App (den Namen nenne ich jetzt nicht, da ich dafür keine Werbung machen möchte) installiert haben. Die meisten von euch werden sowieso wissen, welche App ich meine. Selbst, wenn man wie ich, nicht jedem Trend hinterher jagd, gehen solche Dinge nicht spurlos an einem vorbei. Notgedrungen muss man sämtliche News dazu über sich ergehen lassen. Besonders spannend finde ich hier aber, dass erst mal alle installiert haben und hinterher erst hinterfragen, ob sie es wollen oder brauchen. Anschließend gab es eine kleine Deinstallations-Welle. Sie war bei Weitem nicht so groß, wie die Massen an Installation, aber immerhin waren es auch einige.

Warum macht nahezu jeder mit?

Diese Frage stelle ich mir oft. Als es damals mit Facebook und Instagram los ging, war ich wohl eine der Letzten, die sich dort einen Account anlegten. Ich hatte Twitter und das reichte mir. Selbst WhatsApp habe ich erst seit letztem Jahr. Die Blicke der Menschen sind unbezahlbar, wenn man ihnen erzählt, dass man etwas nicht hat. Mittlerweile nutze ich die Sozialen Medien auch gern, sie helfen mir, auf Neuigkeiten in meinen Blogs aufmerksam zu machen und mit Menschen in Kontakt zu bleiben, manche davon scheinen nur noch in dieser Welt zu leben. Es gibt wirklich wenig Menschen, die sich mit dem gegenüber im echten Leben beschäftigen, ohne nebenbei mit dem Smartphone im Netz zu sein.

Ich gebe ja zu, dass einiges leichter geworden ist und auch Spaß macht. Selbst WhatsApp habe ich schätzen gelernt. Aber wozu noch eine App? Sie soll eine Mischung aus Facebook und Instagram sein und womöglich irgendwann Geld kosten. Braucht man das wirklich? Will man wirklich Geld für etwas bezahlen, was man jetzt schon hat, selbst wenn es sich auf mehrere Plattformen aufteilt? Meiner Meinung nach, ist das nicht nötig und trotzdem glaubt man bei einigen Leuten, wenn sie es nicht haben, geht die Welt unter. Warum ist das so? Wahrscheinlich gibt es die Angst, irgendetwas zu verpassen und nicht dazuzugehören. Anders kann ich mir das nicht erklären. Es war ja schon früher in der Schule so, dass Kinder komisch angeschaut wurden, die einen bestimmten Film nicht gesehen und somit nicht mitreden konnten. Dieser Gruppenzwang ist wirklich furchtbar. Gleichzeitig finde ich es irgendwie beängstigend, dass Menschen sich so beeinflussen lassen und sie schnell manipulierbar sind. In der heutigen Zeit werden ganz gern Influencer dafür eingesetzt, sie haben oder machen etwas und alle anderen wollen das auch.

Es geht auch ohne

Bei Kindern kann ich es noch verstehen, dass sie jeden Mist mitmachen, damit sie dazugehören. Als Außenseiter wird man in dieser oberflächlichen Welt leider sehr schnell von anderen Kindern gemobbt. Aber als erwachsener klar denkender Mensch muss man doch nicht alles mitmachen. Man kann doch auch erst mal abwarten, schauen, wie sich etwas entwickelt und dann entscheiden, ob es nötig ist oder nicht. So gehe ich zumindest vor und ich schaue auch niemanden schief an, der irgendetwas nicht nutzt. Jeder muss doch selbst entscheiden können, was er braucht oder eben nicht braucht. Da sollte kein Gruppenzwang drüber entscheiden!